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Der Fremdantrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens bei einer GmbH

FremdinsolvenzantragStellt ein Gläubiger einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens, nennt man dies Fremdantrag. Der Fremdantrag zielt auf die Befriedigung des Gläubigers ab.

In vergangenen Zeiten konnte der Gläubiger erst einen Insolvenzantrag stellen, wenn die Forderung bereits tituliert war und Zwangsmassnahmen wie Vollstreckung oder Pfändung ergebnislos verliefen. Heutzutage kann jeder, der Forderungen gegenüber einem Schuldner geltend macht, einen so genannten Insolvenz - Fremdantrag stellen - mit weit reichenden und für den Schuldner nicht abzuschätzenden Folgen. Jedenfalls muss das betroffene Unternehmen gegenüber dem Gericht Stellung nehmen.

 

Häufigster Antragsgrund bei einem Fremdantrag ist die Zahlungseinstellung des Schuldners.

Hier genügt es dem Gericht mitzuteilen, wann die Frist zur Zahlung abgelaufen ist. Der Fremdantrag ist demnach auch ein aggressives Instrument des Gläubigers, um Forderungen wirksam beizutreiben. Die Rücknahme des Fremdantrages lässt sich in der Regel nur durch Zahlung des geschuldeten Betrages erreichen. Dennoch ist ein Insolvenzantrag ein starkes Indiz für für die bereits eingetretene Insolvenzreife eines Unternehmens und wird bei Gericht Bedenken keimen lassen.

Sollten die Bedenken des Gerichtes nicht vollständig ausgeräumt werden, zum Beispiel bei:

  • bei offenen Löhnen
  • Krankenkassenbeiträgen
  • Berufsgenossenschaften
  • Forderungen des Finanzamtes

 

wird ein "Gutachter" bestellt. Das Prozedur ist demnach identisch mit dem Eigeninsolvenzantrag, jedoch wird das Einsetzen einen "Sachverständigen" vorerst nicht veröffentlicht. Ordnet das Gericht jedoch Sicherungsmaßnahmen an, welche die Masse für ein zukünftig angestrebtes Insolvenzverfahren sichern sollen, wird dies ebenfalls unter Insolvenzbekanntmachungen publiziert.

Praxishinweis!
Dem Fremdantrag durch Krankenkasse, Finanzamt, Berufsgenossenschaften und Löhnen, sollte durch ein effektives Gläubigermanagement vorgebeugt werden. Durch den Einsatz richtiger Mediatoren lassen sich Fremdanträge durch die öffentliche Hand vermeiden!

In der Regel erstrecken sich die Sicherungsmaßnahmen auf die Arrestierung von Bankkonten. Häufig wird der Gutachter und spätere Insolvenzverwalter einen Postarrest anordnen, d.h., der gesamte Briefverkehr des Geschäftsführers wird vom Insolvenzsachverständigen geprüft. Inventar, welches augenscheinlich Massegwinne erzielen lässt, wird mit einem Pfandsiegel gepfändet.

Sollte der amtlich bestellte "Gutachter" zu dem Schluss kommen, dass sich ein Insolvenzverfahren "lohnt", wird das Gericht das Insolvenzverfahren eröffnen und in der Regel den "Gutachter" zum (zunächst vorläufigen) Insolvenzverwalter bestellen.

Lehnt der Gläubiger einen Massekostenvorschuss ab, und lassen sich sich die zu erwartenden Kosten für das Insolvenzverfahren nicht aus der Masse der Schuldner-GmbH bedienen, wird das Verfahren mangels Masse abgewiesen und automatisch an die Staatsanwaltschaft zur Prüfung übergeben.